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In unseren Gemeinden finden Sie verschiedenste Geschäfte (Lebensmittel und Drogerie-Markt, Metzgerei etc.), Gastronomie, Banken - und Postfiliale, Kindergarten und verschiedene Gewerbe- und Handwerksbetriebe. Für die Entfaltung verschiedenster Interessen stehen Ihnen unter anderem die Vereine und Gruppierungen, sowie die örtlichen Einrichtungen wie Sportstätten oder Pfarrheim und -haus zur Verfügung. Jeder Ortsteil verfügt über eine örtliche Feuerwehr und bietet die Möglichkeit für ein ehrenamtliches Engagement in der und für die Gemeinschaft. Ein weiterer positiver Aspekt ist die sehr gute Verkehrsanbindung für die Einwohner, welche ihren Heimatort so sehr schätzen und lieben.

Infos zum Musikfest Schloss Wonfurt (2009: 03.-05.Juli) unter: www.musikfest-schloss-wonfurt.org und unter http://www.schloss-wonfurt.de/

Geschichte in Auszügen:

Wonfurt

Die Geschichte Wonfurts beginnt spätestens in der jüngeren Hallstattperiode, wie die Grabhügel im Wladbezirk "Dickerschlag" bezeugen. Da hier wahrscheinlich schon zu keltischer Zeit ein wichtiger Flussübergang bestand, war die Furt, deren Beiname sich sowohl auf das keltische "won-Wiesensumpf" als auch auf das althochdeutsche "wunnja = Weideland" beziehen könnte, lange ein Zankapfel höchster Interessen.

Laut Überlieferung war das Schloss in Wonfurt ursprünglich ein Gerichtshof. Nach Besiedelung des Maingebietes durch die Franken wurde hier unter Karl dem Großen eine Zentralstelle (Centurie) gegründet, ein Hauptsitz für Gericht und Verwaltung der umliegenden Siedlungen.

Der Überlieferung nach soll Wonfurt seinen Namen von der ersten Besitzerin dieses Gerichtshofes erhalten haben, einer Frau Unfordi, deren Mann in einem Feldzug gegen die Thüringer gefallen war und den Hof 810 - 850 besaß. Da sie keine Nachkommen hatte, übergab sie ihren Besitz dem Grafen Albert von Babenberg, Burggraf zu Theres, mit der Bedingung, dass der Hof nur an eine geistliche Bruderschaft übergeben werden dürfe, falls der Graf oder seine Nachkommen den Hof veräußerten.

Der Ort wird erstmals im Jahre 905 in einer Fuldaer Urkunde als "Uniforti" erwähnt. Graf Adalberd, einer der Baberger Brüder, übergab im Tauschwege "dem heiligen Bonifatius", also dem Kloster Fulda, einige Orte im Volkfeld, darunter auch Uuunfurten (Wonfurt) mit allen Rechten. Der Tauschvertrag wurde von König Ludwig dem Kind (900-911) im Jahre 904 im Königshof zu Forchheim genehmigt.

Der große wirtschaftliche Aufschwung, den Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte, ist auch am Dorfbild deutlich sichtbar. Die alten Dorfbrunnen verschwanden mit dem Bau einer zentralen Wasserleitung 1961 bis 1967. Die Kanalisation und die Erstellung einer Kläranlage erfolgten 1963 bis 1969. Da diese Wasserreinigungsanlage nicht mehr den Erfordernissen der heutigen Zeit entsprach, wurde 2003 eine neue, leistungsfähigere und moderne Kläranlage gebaut und in Betrieb genommen.

In jüngster Zeit ist Wonfurt weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt geworden. Hat doch der Ort im Bezirkswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" die Goldmedaille und auf Landesebene die Silbermedaille erhalten. Der Erfolg bei diesem Wettbewerb ist auf eine gelungene Dorferneuerung zurückzuführen.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Wonfurt zählt neben dem Schloss auch die St.-Andreas-Kirche, die von 1817 bis 1820 im klassizistischen Stil erbaut wurde. Nähert man sich der Ortsmitte von Haßfurt kommend, dominiert sie das Ortsbild. Wonfurt war über die Jahrhunderte hinweg immer eine Filiale der Pfarrei Haßfurt, bis 1950 in Wonfurt ein Pfarrhaus errichtet wurde. Erster Pfarrer im neu erbauten Pfarrhaus war Dr. Josef Steinmüller. Nach dem Pfarrhausbau 1950 wurde die Filiale Wonfurt von der Pfarrei Haßfurt getrennt und der Pfarrei Steinsfeld zugewiesen. Die Filiale Dampfach, bis dato der Pfarrei Donnersdorf zugehörig, wurde ab Oktober 1979 dem Pfarrer von Wonfurt zugeteilt. Die Filiale wurde mit Wirkung vom 29.Juni 1990 von Bischof Paul Werner Scheele zur selbständigen Pfarrei erhoben. Die Pfarrei ist seit 2002 der Pfarreiengemeinschaft Theres-Gädheim-Wonfurt angegliedert.

Mehr Infos zum Schloss Wonfurt unter: http://www.schloss-wonfurt.de/

Steinsfeld

... ist nach Ausweis des Ortsnamens ein sehr altes Dorf, dessen Gründung möglicherweise schon ins 8.Jahrhundert zu datieren ist. Bedeutendster Grundherr war das Kloster Theres; bereits eine kaiserliche Güterbestätigung von 1366 nennt für das Kloster zwölf Güter in Steinsfeld. 1377 gab es Streit mit dem Ritter Dierich v. Hornberg wegen der Vogtei über das Dorf. 1413 verkaufte Peter Hartlieb, Burgmann zu Hohenburg, ein Gut zu Steinsfeld an Bischof Albrecht von Bamberg; dieses Gut war ein Lehen des Klosters Theres, weshalb er den Abt von Theres bat, dieses nun dem Hochstift zu leihen (...). Ansonsten verfügte das Hochstift Bamberg hier über ein Lehen, das schon seit dem 14.Jahrhundert zum Amt Ebersberg gehörte. Schließlich hatte auch das Kloster Ebrach hier Besitzungen, die zur Kurie St. Gangolph gehörten; das Güterverzeichnis von 1340 nennt eine Manse (= Hof) und eine Mühle; die Manse war 1185 durch Hermann Mützel dem Kloster geschenkt worden.

Das hohe Alter des Ortes und die Tatsache, dass das Kloster Theres hier sehr bald über umfangreichen Besitz verfügte, legen den Schluss nahe, dass Steinsfeld ursprünglich im Besitz der Babenberger gewesen sein könnte und zusammen mit Theres Anfang des 10.Jahrhunderts in den Besitz des Reiches überging. Das Dorf ist dem Kloster Theres dann wohl schon als Gründungsausstattung übergeben worden.

Dieser vorstehende Kurzabriss aus dem im Jahre 2003 herausgebrachten "Historischen Atlas von Bayern" von Alexander Tittmann ist der einzige zugängliche Hinweis auf die ältere Geschichte von Steinsfeld. Steinsfeld soll zwar schon 1260 urkundlich benannt und 1319 der Name von "Steinsuelt" in "Steinfelt" umgewandelt  worden sein, Belege hierfür sind jedoch nicht vorhanden.

Über die Baugeschichte der dem hl. Sebastian geweihten Pfarrkirche gibt es Widersprüche. Nach der Inschrift stammt die Renaissance-Kanzel von 1609 und damals waren Egidius Hauck und Georg Bräutigam Heiligenmeister, das heißt Kirchenpfleger. Danach müsste in Steinsfeld bereits vor 1613 eine Kirche gestanden haben. Sicher ist, dass 1721/1722 ein Neubau errichtet wurde. Steinsfeld gehörte zu dieser Zeit zum Kloster Theres. Der Hochaltar stammt aus der ersten Kirche der Abtei Kirche. Die Chorstühle wurden nach der Säkularistion des Klosters Theres erworben. Am 17.April 1851 konfirmierte der Würzburger Bischof Georg Anton von Stahl die Errichtung einer Pfarrkuratie in Steinsfeld und die Lösung von der Mutterpfarrei Haßfurt. Mit Wirkung vom 01.Januar 1950 erhob Bischof Dr. Julius Döpfner Steinsfeld zur Pfarrei und legte es mit der bisherigen Haßfurter Filialgemeinde Wonfurt zusammen. Zum ersten Pfarrer von Steinsfeld-Wonfurt ernannte er Dr. Joseph Steinmüller.

Im Zuge der Gebietsreform hat sich Steinsfeld zum 01.Mai 1978 freiwillig in die Gemeinde Wonfurt eingegliedert. Der letzte Bürgermeister war vom 01.Juni 1964 bis 30.April 1978 Gregor Voit.


Dampfach

Im Jahre 1250 wird Dampfach zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das Dorf "(D)Ampfahe" gehörte zum Besitz des mächtigen Klosters Fulda. In den folgenden Jahrhunderten gehörte Dampfach der Centgemeinde Donnersdorf an.

Dampfach zählte damals so wenige Einwohner, dass es keine eigene Kirche unterhalten konnte. Als im Jahre 1142 Theres und dann auch Dampfestorf (=Donnersdorf) zur Pfarrei erhoben wurde, besuchten die Dampfacher dortselbst die Gottesdienste.

Da Dampfach, als Ganerbendorf, bis zur Säkularisation unter verschiedenen Herren aufgeteilt war, kam es hier zur Zeit der Reformation zur großen Spannungen und Reibereien. Fünf Grundherren waren evangelisch und vier katholisch, auch die Bauern mussten den Glauben des Grundherrn annehmen.

Dampfach hatte nie einen eigenen Pfarrer. Die Kirchengemeinde wurde die meiste Zeit ihres Bestehens von der benachbarten Pfarrei Donnersdorf aus betreut. Am 01.März 1997 wechselte die Filialgemeinde Dampfach zur Pfarrei Wonfurt. Seit 01.November 2002 betreut die Pfarreiengemeinschaft Theres-Wonfurt-Gädheim auch Dampfach.

Vor 200 Jahren wurde die kleine Kirche, die Andreaskapelle, aus dem Mittelalter baufällig. An gleicher Stelle errichtet man einen geräumigen Saalbau im klassizistischen Stil. Die heutige St.-Andreas-Kirche. Hinter der schön gegliederten Fassade mit dem eleganten dreigeschossigen Turm verbirgt sich das Spätwerk Johann Peter Wagners.

Die Gemeinde gab sich im Jahre 1569 eine Dorfordnung. Bis 1978 war Dampfach eine eigenständige Gemeinde. Im Zuge der Gebietsreform wurde sie der Gemeinde Wonfurt angegliedert.


Reinhardswinden

Das Gut Reinhardwinden liegt zwischen Donnersdorf, Dampfach, Unterschwappach und Wohnau, gehört aber seit Jahrhunderten zur vier Kilometer entfernt liegenden Gemeinde Wonfurt. Reinhardswinden ist wohl erstmals zu identifizieren mit dem "Regenharteswineden", wo im Jahr 1037 das Kloster Fulda elf Huben beschenkt bekam. Es handelt sich dabei um eine spät gerodete Slawensiedlung, die in der Folgezeit zumindest teilweise wüstfiel und meist zusammen mit Hauxmoor genannt wird.
(Quelle - Kurzgeschichte: Bildband 1100 Jahre Wonfurt 905 - 2005)

Wenn Sie mehr Informationen über die Gemeinde möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns. Zu empfehlen ist auch der Bildband "Das alte Wonfurt in Bildern - 100 Jahre Wonfurt 905-2005". Erhältich ist dieser im Rathaus zu den üblichen Bürgermeistersprechstunden, in der Gemeindebibliothek oder bei der Verwaltungsgemeinschaft Theres.